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<98755600"> Germania Russia – Armamenti

<98755601"> German Foreign Policy 05-03-12

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I militari russi si servono della Bundeswehr come partner logistico per le missioni belliche e invitano le truppe tedesche a transitare per recarsi in Afghanistan.

Il trasporto per ferrovia passando per Varsavia, Brest e Orsk abbassa i costi delle missioni di Berlino di qualche decina di milioni di euro. In cambio la Bundeswehr e la Nato noleggiano mezzi russi per carichi pesanti per trasporti veloci via aerea. La flotta russa è stazionata a Lipsia e consta di aerei Antonov 124-100, “Ruslan”. Questo scambio è in atto da sette anni, e rappresenta un affare di circa €900mn.

Nel 2004 la Bundeswehr ha trasportato 25 000 soldati in Afghanistan, l’esercito russo ha messo a disposizioni unità speciali per accompagnarli.

Mosca si è aperta altre fonti di entrata nella marina e nell’utilizzo militare dello spazio. Per il settore spaziale si tratta dell’utilizzo del sistema missilistico per stazionare satelliti militari europei nello spazio; acanto alla tecnologia per la difesa missilistica Mosca potrebbe anche offrire un sistema d’armi provato.

Sono già state concordate esercitazioni russo-tedesche di paracadutisti, che inizieranno quest’anno.

La cooperazione si avvicina alle zone atomiche tabù, alla cui apertura i militari tedeschi sono interessati.

Il ministero della Difesa russo ha annunciato che Mosca potrebbe disdire uno dei più importanti accordi sugli armamenti atomici che vieta il possesso di missili a breve e media gittata nucleari e convenzionali lanciati da terra, come pure missili cruise con una portata da 500 a 5500 km. il riferimento è al minacciato progetto atomico americano, ma lascia in sospeso la possibilità di partecipazione di una terza potenza ai futuri vertici sugli armamenti nucleari.

Anche in questo settore Berlino è il partner preferito. Dall’ottobre 2003 è in corso un progetto per l’ammodernamento delle forze armate nucleari di Mosca. Berlino paga €1,5md. affinché le imprese possano partecipare alla decontaminazione del sottomarino atomico. Le società specializzate hanno così avuto accesso alla regione di massima sicurezza finora vietata di Murmansk.

La fornitura di servizi da parte dei russi rientra in una “Cooperazione nel settore militare”, diretta da un “incaricato speciale” del ministero della Difesa tedesco.

La cooperazione russo-tedesca amplia lo spazio di azione tedesco a Occidente.

Come riferito ieri dalla Leipziger Volkszeitung, nell’aeroporto di Schkeuditz i russi hanno sei aerei con apertura alare di 73 metri e 1 di 69.

Gli Antonov colmano una lacuna nell’armamento occidentale, che potrà essere sanata solo con la messa in servizio dell’Airbus A 400M nel 2012, fino a questa data sia le operazioni della Bundewehr che della Nato devono affidarsi agli Antonov.

Il fatto che siano stazionati nell’Est Germania fa capire che i teatri di conflitto sono previsti nel M.O. e in Asia Meta diretta Kabul (Afghanistan), ma il raggio di azione consente anche voli per Teheran o Mashhad (Iran).

Già durante la Repubblica di Weimar i militari tedeschi avevano collaudato armi proibite in Unione Sovietica, e avevano realizzato programmi di armamenti segreti e fatto manovre illegali.

La Russia è tra i 12 paesi con cui i militari tedeschi dal 1993 hanno sottoscritto accordi ufficiali per la cooperazione nel campo militare.

La cooperazione militare russo-tedesca rinnova le opzioni strategiche che nella storia dei due Stati hanno sempre portato a catastrofi. Mentre Mosca ha più volte sperato di poter neutralizzare la spinta tedesca all’espansione per mezzo di ampie concessioni, Berlino ha utilizzato al cooperazione militare per rafforzarsi nella politica estera rispetto ai propri concorrenti occidentali.

La Germania è così più volte riuscita a mettere Mosca contro Londra (contro Parigi o Washington) e Londra contro Mosca.

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<98755604"/> <98688555"/> <98583177"/> <98555584"> Dienstleister

LEIPZIG/MOSKAU/TEHERAN (Eigener Bericht) – Das russische Militär dient sich der Bundeswehr als Logistikpartner für Kriegseinsätze an und lädt zur Durchleitung deutscher Truppen nach Afghanistan ein. Der bereits angelaufene Schienentransport über Warszawa, Brest und Orsk senkt die Einsatzkosten des Berliner Verteidigungsministeriums um einen zweistelligen Millionenbetrag. Im Gegenzug mieten Bundeswehr und NATO russische Großfrachtmaschinen für Eiltransporte auf dem Luftweg an, wurde am Freitag bekannt. Die russische Flotte wird in Leipzig stationiert und besteht aus Maschinen des Typs Antonow 124-100 (,,Ruslan”). Das Geschäft auf Gegenseitigkeit läuft vorläufig sieben Jahre. Wie der russische Auftragnehmer bestätigt, hat es ein Volumen von rund 900 Millionen Euro. Weitere Einnahmequellen aus deutschen Hochrüstungsprojekten eröffnen sich Moskau im Marinewesen und bei der militärischen Nutzung des Weltraums. Die russische Dienstleistungstätigkeit ist Teil einer umfassenden ,,Zusammenarbeit im militärischen Bereich”, die von einem ,,Sonderbeauftragten” im Berliner Verteidigungsminsterium geleitet wird. Das deutsch-russische Zusammenwirken erweitert den Berliner Handlungsspielraum im Westen.

Wie die Leipziger Volkszeitung gestern berichtete, wird die russische Seite auf dem Flughafen Schkeuditz insgesamt sechs Maschinen mit einer Spannweite von 73 Metern und einer Länge von 69 Metern bereithalten.1) Die Antonow-Großraumtransporter füllen eine westliche Rüstungslücke, die erst mit Indienststellung des Airbus A 400M im Jahr 2012 geschlossen sein wird. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Antonow-Maschinen den Einsatzbedarf für Bundeswehr- und NATO-Operationen decken. Die Stationierung im östlichen Teil Deutschlands macht deutlich, dass Kriegsschauplätze im Mittleren Osten und in Asien anvisiert werden. Unmittelbares Flugziel ist Kabul (Afghanistan); die Reichweite der Maschinen erlaubt auch problemlose Anflüge auf Teheran oder Mashhad (Iran).

Anspielung

Entlastung bei regulären und nicht eilbedürftigen Nachschubtransporten der Bundeswehr bietet die Moskauer Offerte, deutsche Militäreinheiten auf ihrem Weg nach Vorderasien über das russische Schienennetz zu geleiten. Ein entsprechendes Regierungsprotokoll ist unterzeichnet. In einer mehrdeutigen Anspielung auf die Militärvereinbarungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs betonte der Moskauer Verteidigungsminister Sergej Iwanow vor wenigen Tagen, ein Zugeständnis wie die Dislozierung deutscher Truppen auf dem russischen Landweg finde ,,erstmals seit 70 Jahren” statt und gehöre zur ,,Erfolgsstory” der deutsch-russischen Militärbeziehungen.2) Bereits während der Weimarer Republik hatte das deutsche Militär in der Sowjetunion verbotene Waffen erprobt, geheime Rüstungsprogramme durchgeführt und illegale Manöver abgehalten.

Lernen

Die Bundeswehrtransporte auf dem russischen Landweg ermäßigen das deutsche Militärbudget um zweistellige Millionenbeträge, die der weiteren Hochrüstung zugute kommen können. Mit 234 Flügen über russisches Hoheitsgebiet t
ransportierte die Bundeswehr im vergangenen Jahr rund 25.000 Soldaten nach Afghanistan. Für Begleitung und Absicherung der Bundeswehrzüge stellt die russische Armee Spezialeinheiten bereit.
Weitere Dienstleistungen für die Bundeswehr bietet Moskau auf den Gebieten Marineschiffbau und Raumfahrt an.3) Wie die Verteidigungsminister beider Länder nach einem Treffen in Berlin erklärten, wird eine eigens eingesetzte Findungskommission die Arbeit bereits im April aufnehmen. Im Sektor Raumfahrt geht es um die Nutzung russischer Raketenträgersysteme zur Stationierung europäischer Militärsatelliten im Weltraum. Neben Technologien für Raketenabwehrgeschosse könne Moskau auch ,,funktionierende und bewährte Waffensysteme bieten”, warb der russische Verteidigungsminister Iwanow um Aufträge aus Berlin.4) Bereits vereinbart sind deutsch-russische Fallschirmjägerübungen, mit denen noch in diesem Jahr begonnen wird. Bei einem Besuch des deutschen Militärzentrums ,,Letzlinger” in der Nähe von Magdeburg (Bundesland Sachsen-Anhalt) überbot Iwanow seine Freundlichkeiten und gab an, von der Bundeswehr könne das russische Militär ,,lernen”.

Zugang

Das traute Zusammenwirken nähert sich atomaren Tabuzonen, an deren Erschließung deutsche Militärkreise dringend interessiert sind. Dem kommt die russische Seite entgegen. Kurz vor seiner Abreise pries Iwanow vor Journalisten die neuen russischen Nuklearraketen, gegen die es weltweit kein ballistisches Abwehrsystem gebe. Das russische Verteidigungsministerium hat angekündigt, Moskau könnte einen der wichtigsten Atom-Abrüstungsverträge kündigen, der den Besitz von landgestützten nuklearen und konventionellen Kurz- und Mittelstreckenraketen sowie Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern untersagt.5) Zwar richtet sich der Hinweis gegen drohende Atomprojekte der USA, aber lässt zugleich offen, ob eine Teilhabe Dritter bei zukünftigen Rüstungsrunden auf Nukleargebiet möglich wäre. Auch in diesem Bereich ist Berlin bevorzugter Kooperationspartner. So läuft seit Oktober 2003 ein deutsch-russisches Projekt zur Modernisierung der Atomstreitkräfte Moskaus. Berlin zahlt 1,5 Milliarden Euro, um deutsche Unternehmen an der Entsorgung russischer Atom-U-Boote teilhaben zu lassen. Die Spezialfirmen erhalten dabei Zugang zur bislang gesperrten Hochsicherheitsregion Murmansk.6)

Zusammenarbeit Ost

Russland gehört zu den zwölf Staaten, mit denen das deutsche Militär seit 1993 ,,Offizielle Vereinbarungen zur Zusammenarbeit im militärischen Bereich” unterzeichnet hat. 7) Zur Steuerung der vereinbarten Maßnahmen werden bilaterale Jahresprogramme aufgelegt. Die Arbeit der Bundeswehr auf diesem Gebiet ist so umfangreich, dass dafür 1996 eine eigene ,,Planungsstelle” eingerichtet werden mußte (,,Dezernat Zusammenarbeit Ost – Internationale Kooperation”).8) Truppendienstlich unterstellt ist diese Abteilung dem militärstrategischen ,,Zentrum für Analysen und Studien” der Bundeswehr in Waldbröl (bei Köln).9) Aufgrund ,,engster Zusammenarbeit” mit der Stabsabteilung III im Führungsstab der Streitkräfte – u.a. zuständig für ,,Militärstrategische Grundlagen” – ist es seit Oktober 2001 im Berliner Verteidigungsministerium angesiedelt. Dort arbeitet das Dezernat dem militärischen ,,Sonderbeauftragten Zusammenarbeit Ost” zu.

Partner

Die deutsch-russische Militärkooperation erneuert strategische Optionen, die in der Geschichte beider Staaten stets in Katastrophen müdeten. Während Moskau mehrmals hoffte, mittels weitgehender Zugeständnisse den deutschen Expansionsdrang neutralisieren zu können, benutzte Berlin die militärische Zusammenarbeit für seine außenpolitische Stärkung gegenüber den Konkurrenten im Westen. Auf diese Weise gelang es Deutschland wiederholt, Moskau gegen London (gegen Paris oder Washington) und London gegen Moskau auszuspielen. Berlin knüpft an diese Schaukelpolitik nahtlos an und findet dabei im Osten bereitwillige Partner, die als militärische Dienstleister fungieren, während ihr Territorium zusehends umstellt wird.10)

1) Andreas Dunte: NATO-Frachter starten durch; Leipziger Volkszeitung 11.03.2005

2) ,,Berlin ist Rußlands führender Partner bei EU und Nato”; Die Welt 03.03.2005

3) s. auch Weltraumspionage

4) Russland kann zur Schaffung der europäischen Raketenabwehr beitragen; www.russland.ru 03.03.2005

5) s. auch Hintergrundbericht: Atombomben für Deutsch-Europa und Atomkrieg

6) s. auch Strategische Projekte

7) Es handelt sich um Polen, die Tschechische Republik, die Slowakische Republik, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, die Russischen Föderation, die Ukraine und zuletzt Albanien. Vgl. Arbeitspapier: Das sicherheitspolitische Engagement Deutschlands in Osteuropa; www1.kas.de Juni 1996

8) Stichwort: Stabilität; www.streitkraeftebasis.de 13.08.2003

9) s. auch Bundeswehr wird Angriffsarmee und Deutscher Weltkrieg

10) s. auch Großeuropa sowie Russlands Peripherie

Quellen:

Iwanow: Weltweit kein Abwehrsystem gegen neue russische Nuklearraketen; www.russland.ru 02.03.2005

Empfang des russischen Verteidigungsministers; www.bmvg.de 02.03.2005

Deutsch-russische Rüstungskooperation; Frankfurter Allgemeine Zeitung 03.03.2005

Russland stellt Abrüstungsvertrag in Frage; Financial Times Deutschland 09.03.2005

veröffentlicht am: 12. Mar 2005

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