Il denaro è nel Golfo

<97647353"> Germania – Eau – Golfo

<97647354"> Die Welt 05-02-25

<97647355"> Il denaro è nel Golfo

Christiane Buck

Nel suo viaggio nella penisola araba il Cancelliere Schröder è accompagnato da una delegazione di 20 esponenti economici tedeschi. Avevano chiesto di partecipare al viaggio 600 manager.

Per le imprese tedesche vi sono grandi possibilità di ottenere commesse negli Stati del Golfo, Arabia Saudita, Kuwait, Qatar, Bahrain, Emirati Arabi Uniti: l’alto prezzo del petrolio ha riempito le casse e stimolato la crescita. Le borse regionali hanno registrato un tasso di crescita annuale superiore al 50%.

font-weight: bold”> · Gli sceicchi finanziano il boom nelle costruzioni con i mercati finanziari, ma cercano anche investimenti. La domanda di infrastrutture è enorme in Arabia Saudita.

Per molte imprese tedesche la tappa più importante del viaggio di Schröder è la capitale degli Eau , Abu Dhabi. Con il primo viaggio nell’ottobre 2003, il Cancelliere concluse una “partnership strategica” con gli Eau , che addestrano assieme alla Germania poliziotti e soldati delle forze di sicurezza irachene.

font-weight: bold”> · La fiducia nella Germania è grande, come dimostrano gli acquisti di armi dell’esercito degli Emirati. Rheinmetall e la filiale di Man Ferrostaal hanno ottenuto per la prima volta commesse per milioni di euro in occasione della più grande fiera degli armamenti di Abu Dhabi.

font-weight: bold”> · Finora i progetti sensibili di lungo termine (ad esempi i carri armati Fuch, o sommergibili) erano stati riservati agli Usa. Ora gli emirati vogliono liberarsi dalla dipendenza unilaterale dagli Usa e hanno trovato il loro partner più stretto nella Germania.

Già prima della visita di Schröder gli Eau per l’economia tedesca erano altrettanto importanti di Singapore, Hongkong e Taiwan. Gli Eau sono i maggiori partner della Germania in M.O. Gli scambi commerciali crescono nonostante il rafforzamento dell’euro, del 9%; su un volume d’affari complessivo di €4, €3,5md sono esportazioni tedesche. Di queste 1/3 riguarda auto di lusso.

Negli Eau sono attive 500 imprese tedesche, molte utilizzano Dubai come snodo per i loro commerci nel M.O. Siemens ha qui la sua sede principale, il suo fatturato annuo in M.O. è di€1md., e riguarda soprattutto la costruzione di centrali elettriche; recentemente ha ottenuto un contratto negli Emirati per oltre $500mn.

Sia Siemens che Bilfinger Berger (costruzioni) hanno partecipato all’asta per un progetto di oltre €100mn. Per un collegamento ferroviario interno alla città.

font-weight: bold”> · Vw dal 2006 realizzerà l’assemblaggio negli Eau .

Nella Camera di commercio di Abu Dhabi giungono quotidianamente montagne di richieste soprattutto da parte di Pmi, per le quali vi sono qui opportunità in tutti i settori, ambiente, infrastrutture, elettrotecnica, immobiliare.

A 30 km da Abu Dhabi vi è l’area industriale di 15km quadri, divisa in cinque zone, una per l’industria della componentistica per auto. I costi dell’energia e i salari sono bassi, predomina un’ampia esenzione fiscale.

font-weight: bold”> · Il mercato delle telecomunicazioni, oggi monopolizzato da Etisalat, paragonabile a Deutsche Telekom, alla fine dell’anno sarà deregolamentato e aperto alla competizione.

font-weight: bold”> · Occorrerà vedere quali saranno le imprese che si aggiudicheranno le nuove infrastrutture; i grandi gruppi come Siemens si trovano di fronte alla concorrenza dei cinesi, già presenti nella regione.

Per il 5 marzo è organizzato un simposio in cui si incontreranno 300 imprese tedesche e degli Emirati, una borsa di contatto, come mai era finora avvenuto nelle relazioni con Gb o Usa. <97647356"> Die Welt 05-02-25

<97647357"> Das Geld liegt am Golf

Mit ihren Öl-Dollars kaufen die Scheichs deutsche Panzer, U-Boote und Klinkersteine

von Christiane Buck

Abu Dhabi – Die deutsche Wirtschaft entdeckt Arabien. Noch nie zuvor war das Interesse der Unternehmen an einer Kanzler-Reise so groß. Mehr als 600 Unternehmensmanager wollten mit Gerhard Schröder in der nächsten Woche die Scheichs besuchen, am Ende konnte nur eine 20köpfige Wirtschaftsdelegation in die Kanzlermaschine. Der hohe Ölpreis hat die Kassen der Golfstaaten gefüllt und das Wachstum angeheizt. Die Chancen deutscher Unternehmen, Aufträge zu bekommen, sind groß.

Ob Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain oder die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) – die Volkswirtschaften am Golf boomen. Das zeigt auch ein Blick auf die regionalen Börsen, die jährliche Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent verzeichnen. Die Scheichs finanzieren über die Finanzmärkte ihren Bauboom, aber sie suchen Investitionen, um die Öldollars anzulegen. Der Bedarf an Infrastruktur in Saudi-Arabien ist riesengroß, doch für viele deutsche Unternehmen ist der Besuch in der Hauptstadt der VAE, in Abu Dhabi die wichtigste Station der Sieben-Länder-Tour.

Der Kanzler reist schon zum zweiten Mal nach Abu Dhabi . Bei seiner ersten Reise im Oktober 2003 hatte er mit den dortigen Herrschern eine “strategische Partnerschaft” vereinbart, die inzwischen Früchte trägt. Auf politischer Ebene ist das längst passiert: Die VAE bilden gemeinsam mit deutschen Polizisten und Soldaten im Emirat Abu Dhabi irakische Sicherheitskräfte aus. Das Vertrauen in Deutschland ist groß.

Wie groß es wirklich ist, zeigen die Rüstungseinkäufe der emiratischen Armee. Rheinmetall und die MAN-Tochter Ferrostal erhielten zum ersten Mal bei der größten Rüstungsmesse in Abu Dhabi millionenschwere Aufträge. Ob Fuchs-Spürpanzer oder deutsche U-Boote – das sind alles langfristige Projekte in einem sensiblen Bereich, der bislang der Schutzmacht USA vorbehalten war. Den Amerikanern werden die Deutschen sicherlich nicht den Rang ablaufen. Dennoch wollen sich die Emiratis von der einseitigen Abhängigkeit von den USA lösen und haben ihren engsten Partner in Europa gefunden: Deutschland. In Abu Dhabi sollen nun die Rüstungsverträge unterschrieben werden.

Auch sonst ist wirtschaftlich viel gereift. Schon vor dem Kanzlerbesuch waren die VAE für die deutsche Wirtschaft so wichtig wie Singapur, Hongkong oder Taiwan. Sie sind wichtigster deutscher Wirtschaftspartner im Nahen und Mittleren Osten. Der gemeinsame Handel wächst trotz der Stärke des Euro gegenüber dem Dollar mit neun Prozent. Von den vier Mrd. Euro Gesamtvolumen entfallen allein 3,5 Mrd. Euro auf die deutschen Exporte. Ein Drittel davon machen Luxus-Autos aus.

500 deutsche Unternehmen sind bereits in den Emiraten tätig. Viele nutzen Dubai als Dreh- und Angelpunkt für ihren Handel im Nahen Osten. Dort hat auch Siemens seinen Hauptsitz im Mittleren Osten, ein einem riesigen Gebäude mit über 600 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von einer Mrd. Euro. Sie verdienen ihr Geld vor allem mit Kraftwerken, erst neulich bekamen sie den Zuschlag für ein Kraftwerk in den Emiraten über 500 Mio. US-Dollar. Sowohl Bilfinger Berger als auch Siemens bieten für eine innerstädtische Schienenverbindung in Dubai. Für das mehrere hundert Millionen Euro-Projekt soll die Entscheidung Ende Februar fallen.

Als Signal für den Boom der Wirtschaftsbeziehungen werten viele die Zusammenarbeit von Abu Dhabi und Volkswagen . Der Autokonzern will ab 2006 Lkw in den Emiraten montieren. Jetzt wollen auch andere Unternehmen mehr vom Kuchen haben. Deutsche Staatsminister und Wirtschaftsdelegationen geben sich in den Emiraten die Klinke in die Hand.

Die Wirtschaftsdelegierte Dalia Abu Samra von der Außenhandelskammer Abu Dhabi stöhnt schon über die Folgen der plötzlichen Aufmerksamkeit. Sie hat im Juni 2004 ihr Büro eröffnet und bekommt jeden Tag einen ganzen Stapel von Anfragen vor allem von mittelständischen Unternehmen. Auf der Corniche, der neuen Prachtpromenade in Abu Dhabi, schaut sie auf das Mosaik unter ihren Füßen und sagt: “Das sind deutsche Klinkersteine.” Sie berichtet vom neuen Masterplan der emiratischen Regierung, der vorsieht, Abu Dhabi unabhängiger von den Ölquellen zu machen. Sie sieht hier für mittelständische Chancen in allen Bereichen: “Umwelt, Infrastruktur, Elektrotechnik, Immobilien”. Dreißig Kilometer nördlich von Abu Dhabi entsteht im Wüstensand auf 15 Quadratkilometern die Industrial City, unterteilt in fünf Zonen. Eine davon ist für die Autozuliefer-Industrie reserviert.

Die geringen Energie- und Lohnkosten machen die Emirate attraktiv, außerdem herrscht weitgehend Steuerfreiheit. Dennoch sei das Geschäft schwieriger als sich das viele vorstellen, sagt Dalia Abu Samra. “Man braucht viel Geduld, außerdem einen lokalen Sponsor, der mindestens 51 Prozent des Kapitals hält.” Sonst könne man keine Geschäfte machen. Auch Pachtverträge sind auf 30 Jahre beschränkt. Dennoch ist das Industriegebiet schon fast ausgebucht.

Deutsches Know-how ist auch auf anderen Ebenen gefragt. Sven Rothe von Detecon berät die Emirate beim Ausbau des Telekommunikationsbereiches. Seit 2004 hat er in Abu Dhabi ein kleines Projektbüro. Seine Aufgabe ist es, neue Technologien zu implementieren. Schon jetzt gelten die VAE als High-Tech-Mekka. Sie wollen aber auf der Höhe der Zeit bleiben. Und dafür ist Sven Rothe da. Er findet gerade den Telekommunikationsmarkt spannend, weil der Monopolist Etisalat, vergleichbar mit der Deutschen Telekom, dereguliert wird und sich Ende Jahr dem Wettbewerb öffnet. Die Frage ist nun, welche Firmen die neue Infrastruktur aufbauen. Großen Unternehmen wie Siemens, die bereits in der Region vertreten sind, droht die chinesische Konkurrenz. “Die verfolgen einen aggressiven Preiswettbewerb und bieten einfach wesentlich günstiger an”, sagt er.

Das Zauberwort für die wirtschaftliche Zusammenarbeit heißt Cross-Investment. Das Beispiel von VW soll Schule machen , sagt Jassim Al-Mannai, der Präsident des Arab Monetary Fund: “Was arabische Investoren ermutigen würde, wäre ein Arrangement, bei dem Teile des Investments in der Golfregion angelegt würden. Das würde sie weiterbringen.” Der Banker Waheeb Ahmed Al-Attar von der National Bank of Abu Dhabi findet auch, daß die Deutschen sich selbst viel zu schlecht verkaufen – seiner Ansicht nach zu Unrecht. “Die Engländer vermarkten sich viel besser,” sagt er.

Das soll sich ändern: Im prächtigen Emirates Palace Hotel werden sich bei einem hochkarätigen Wirtschaftssymposium 300 Unternehmen aus Deutschland und den Emiraten am 5. März austauschen. Es ist eine Kontaktbörse. Im Publikum werden der Wirtschaftsminister von Abu Dhabi und sogar der Kronprinz erwartet. So etwas gab es in Abu Dhabi noch nie – nicht einmal in den Beziehungen mit Großbritannien oder den USA.

Artikel erschienen am Fr, 25. Februar 2005

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