Il trucco fiscale di Schröder

<95057651"> Die Welt 05-01-29

Commento di Cornelia Wolber

Schroder, Chirac e Blair sanno fin troppo bene che la loro idea di trovare nuove fonti di finanziamento per gli aiuti allo sviluppo non è facile da realizzare.

Una tasas sulle transazioni finanziarie funzionerebbe solo se tutti collaborassero. Cosa alquanto improbabile. Inoltre si dovrebbe distinguere tra transazioni “buone” e transazioni “cattive”, quelle di tipo speculativo. Quelle buone sarebbero quelle che servono per assicurare le esportazioni contro le oscillazioni dei cambi.

Se i costi di esportazione crescessero (con la tassa), la Germania 1° esportatrice mondiale avrebbe le briciole. E Schröder lo sa.

La proposta è stata messa nel cassetto soprattutto per due motivi: iin Germania la Spd è di fronte a due elezioni importanti per il Landtag; in Gran Bretagna verrà eletto a maggio un nuovo parlamento, la lotta contro la povertà fa segnare punti.

Per conseguire l’obiettivo promesso dai paesi industrializzati all’ Onu di dimezzare per il 2015 la quota di persone in povertà, occorrerebbe raddoppiare gli aiuti allo sviluppo.

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<95057656"> Schröders Steuertrick

Der Kommentar

von Cornelia Wolber

Kanzler Schröder, Premier Blair und Präsident Chirac wissen nur zu gut, daß sich ihre Ideen, der Entwicklungshilfe neue Finanzquellen zu erschließen, nicht realisieren lassen. Eine Steuer auf Devisengeschäfte etwa würde nur funktionieren, wenn alle mitmachen. Das ist höchst unwahrscheinlich. Ferner müßte zwischen “guten” und “bösen” (commercio di valuta) Devisengeschäften unterschieden werden. Die “bösen” wären spekulativer Natur. Die “guten” würden dazu dienen, Exporte gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Würden die Kosten dafür steigen, hätte Deutschland als Exportweltmeister das Nachsehen. Das weiß auch Schröder. Schließlich hat die Bundesregierung bereits vor drei Jahren ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem alle Bedenken gegen eine solche Steuer aufgelistet wurden.

Daß der Vorschlag dennoch wieder aus der Schublade geholt wird, hat vor allem zwei Gründe: In Deutschland stehen für die SPD zwei entscheidende Landtagswahlen an; in Großbritannien wird im Mai ein neues Parlament gewählt – und mit dem Kampf gegen die Armut läßt sich derzeit trefflich punkten.

Zum anderen wird die UNO im Herbst überprüfen, wie ernst es die Industrieländer mit ihren Versprechen gegenüber der Dritten Welt meinen. So haben sie 2000 zugesagt, den Anteil der in absoluter Armut lebenden Menschen bis 2015 zu halbieren. Um das noch erreichen zu können, müßte die Entwicklungshilfe verdoppelt werden. Allein über die Entwicklungsetats ist das nicht zu machen. Daher wird fieberhaft nach neuen Finanzquellen gesucht.

Artikel erschienen am Sam, 29. Januar 2005

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