L’Ovest spaccato – L’Est omogeneo

Germania, società, economia                               Die Welt              05-10-29

Uwe Müller

Da un’analisi sul PIL e sul reddito di circa 440 circoscrizioni e stati liberi:

Baviera e Bassa Sassonia sono i Land occidentali dove maggiore è il divario del PIL e del reddito; la regione a minore sviluppo economico è quella del Palatinato sud-ovest, con un PIL per abitante di €11321, contro i €11762 del nord-ovest Mecklemburgo, la più debole dell’Est.

Il reddito più elevato è quello della circoscrizione bavarese di Starnberg, €26 207 l’anno, contro il massimo dell’Est di €16 632 a Suhl, città della Turingia,

Nei Land orientali il divario tra regioni povere e ricche è minore di quello di quasi tutta la Germania, un livellamento causato secondo gli economisti dagli alti trasferimenti finanziari.

Nei Land occidentalil: il PIL per abitante di Wolfsburg, Bassa Sassonia sede di VW, è superiore del 300% rispetto alla media nazionale. Monaco (257%), Düsseldorf (246%), Ludwigshafen (239%) sono i maggiori centri dei propri Land. Alcune aeree dell’Ovest sono fortemente arretrate, ad esempio la circoscrizione di Schweinfurt ha un PIL che non raggiunge la metà della media nazionale.

Die Welt 05-10-29

Zerklüfteter Westen – einheitlicher Osten
Sind die Lebensverhältnisse in Deutschland überall gleich? Im Westen kann davon keine Rede sein. Im Osten gibt es kaum regionale Unterschiede. Eine Untersuchung
von Uwe Müller
Einheitliche Lebensverhältnisse wird es in Deutschland nie geben. Wer sie dennoch fordert, will den Subventionsstaat zementieren. Mit dieser These hat Bundespräsident Horst Köhler die heftigste Kontroverse seiner bisherigen Amtszeit ausgelöst. Verwundern kann das kaum: Umfragen belegen regelmäßig, daß die Mehrheit der Deutschen am liebsten in einem Land leben würde, in dem die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede möglichst gering sind.
Als "übergeordnetes und nicht aufhebbares Politikziel" hat die scheidende Bundesregierung in ihrer Reaktion auf Köhler das Ziel einer Angleichung der Lebensverhältnisse genannt. Staatsrechtler sind sich allerdings uneins, ob gleichwertige Lebensverhältnisse – von denen im Grundgesetz die Rede ist – auch als verbindliches Staatsziel angesehen werden müssen. Hingegen steht für viele Ökonomen fest, daß Ungleichheit eine notwendige Voraussetzung für Wettbewerb und Wohlstandsmehrung bildet.
Jenseits solcher theoretischen Erörterungen ist die WELT jetzt der Frage nachgegangen, wie es um die Gleichheit in Deutschland tatsächlich bestellt ist. Dazu wurden Wirtschaftskraft und Einkommen der rund 440 Kreise und kreisfreien Städte in der Republik untersucht. Für jedes Bundesland wurde ein Ungleichheitsfaktor gebildet, der zum Ausdruck bringt, um wieviel die beste Region über der schlechtesten liegt. Das Ergebnis dieser Untersuchung birgt etliche Überraschungen:
Die größte Ungleichheit in Deutschlands besteht nicht zwischen Ost und West, sondern innerhalb des Westens. Besonders ausgeprägt ist die Ungleichheit in Bayern und Niedersachsen, in beiden Ländern sind sowohl Wirtschaftskraft als auch Einkommen am stärksten gestreut.
Die größte Gleichheit innerhalb der Republik ist im Osten anzutreffen – allerdings auf insgesamt niedrigem Niveau. Hier sind die Unterschiede zwischen starken und schwachen, zwischen reichen und armen Regionen geringer als fast überall sonst in der Republik.
Die wirtschaftsschwächste Region liegt im Westen. Es handelt sich um den Landkreis Südwestpfalz, in dem pro Einwohner lediglich ein Bruttoinlandsprodukt von 11 321 Euro erwirtschaftet wird. In der schwächsten Ost-Region, dem Kreis Nordwestmecklenburg, liegt der Vergleichswert bei 11 762 Euro.
Über das höchste Haushaltseinkommen verfügen die Einwohner des bayrischen Landkreises Starnberg mit 26 207 Euro im Jahr. Um fast 10 000 Euro niedriger ist dieser Wert in der thüringischen Stadt Suhl, die mit 16 632 Euro im Osten am besten abschneidet.
Die "Landkarte der Ungleichheit" zeigt: Während im Westen von einem einheitlichen Leistungs- und Einkommensniveau keine Rede sein kann, bildet der Osten eine relativ homogene Zone. Dort hat sich eine regionale Ausdifferenzierung – ein Kennzeichen jeder entwickelten Volkswirtschaft – bestenfalls erst in Ansätzen herausgebildet. Der "nivellierte Osten" ist für Ökonomen zwangsläufiges Resultat der hohen Transfers. Sie verhindern, daß sich "gute" Regionen sich von "schlechten" Regionen absetzen können.
Ganz anders die Lage im Westen. So erreicht die niedersächsische Autostadt Wolfsburg ein Bruttoinlandsprodukt je Einwohner das um gut 300 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt. Der Landkreis München (257 Prozent), Düsseldorf (246 Prozent) und der Kreis Ludwigshafen (239 Prozent) sind in ihren Bundesländern ebenfalls solche ökonomischen Kraftzentren.
Umgekehrt sind manche westdeutsche Gebiete stark rückständig. So kommt der bayerische Landkreis Schweinfurt bei der Wirtschaftskraft nicht einmal auf die Hälfte des Landesdurchschnitts – eine solche Kluft gibt es im Osten nirgendwo.
Artikel erschienen am Sa, 29. Oktober 2005 © WELT.de 1995 – 2005

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