Mosca impedirà che il C.d.S. Onu condanni l’Iran

Russia, Cina, Iran, Onu, Usa Die Welt 05-09-22

Mosca impedirà che il C.d.S. Onu condanni l’Iran
Alexander
Rahr, esperto sulla Russia della Deutsche Gesellschaft für Auswärtige
Politik, (Società Tedesca per la Politica Estera)
Le
relazioni Russia-Iran sono di tipo strategico, non è più in atto
l’alleanza strategica tra Mosca e Washington, come già dimostrato dal
conflitto sulla guerra contro l’Irak. Iran ultimo alleato rimasto nel
Caspio; i conservatori americani chiedono che la
Russia venga estromessa dal G-8 per la posizione presa verso l’Iran.
Più gli Usa fanno pressione su Teheran, più Teheran chiederà appoggio
alla Shanghai Organisation.

Se l’Iran dovesse essere deferito al C.d.S. Onu si rischia di giungere a nuovi conflitti politici internazionali, perché la nuova alleanza tattica Russia-Cina cercherebbe di evitare la condanna dell’Iran.
Mentre
il ministro della Difesa Ivanov ha dichiarato che la Russia condivide
la posizione e le preoccupazioni della Ue sul nucleare iraniano;
Putin ha minimizzato: l’Iran non ha prospettive reali di costruire l’atomica…, e si è impegnato a restituire le barre di uranio usato alla Russia perché siano lavorate.
Gli Usa hanno dubbi:
le relazioni russo-iraniane sono di natura strategica, e vanno ben oltre l’appoggio russo all’industria nucleare iraniana.

Teheran è l’ultimo alleato di Mosca rimasto nella regione ricca di risorse energetiche attorno al Caspio.

– In quest’area Russia e Iran sono entrambe interessati a che rimangano gli oleodotti, le vie di comunicazione e i corridoi di trasporto lungo l’asse N-S costruiti al tempo dell’Urss, e non vengano diversificati da collegamenti O-E come cercano di fare i paesi occidentali.

– anche nella lotta contro il terrorismo l’Iran è alleato di Mosca, non ha mai appoggiato i terroristi islamici nel territorio post-sovietico; nella guerra civile in Tadjikistan è entrato come mediatore e ha parteggiato per la Russia; nel conflitto ceceno non ha appoggiato i separatisti, per evitare un ulteriore disgregazione del Caucaso.

– Alcune settimane fa’ ha l’Iran partecipato, su invito di Mosca e Pechino alla Shanghai Cooperation Organisation, volta contro l’estremismo islamico ma anche per contenere l’influenza americana in Centro Asia.

– Maggiore è la pressione degli Usa su Teheran, più Teheran chiederà appoggio alla Shanghai Organisation.


Putin ha revocato l’accordo raggiunto da Eltsin con gli Usa, che
prometteva di sospendere la cooperazione per gli armamenti con l’Iran: il
settore degli armamenti russo è un importante fonte di entrate per lo
Stato russo, e l’Iran è accanto a Cina ed India uno dei maggiori
acquirenti di tecniche militari russe.
La Russia vuole più che mai evitare che gli Usa, grazie al disarmo iraniano, rafforzino il proprio controllo di superpotenza e rafforzino ulteriormente l’ordinamento internazionale unipolare.Die Welt 05-09-22
Moskau wird eine Verurteilung Irans im Sicherheitsrat verhindern
Putin sieht Teheran als Partner gegen die USA
von Alexander Rahr
Berlin – Die USA sind gewillt, den vermeintlichen Aufstieg des Iran zu einem Atomwaffenstaat mit allen Mitteln zu unterbinden. Sollte
der Fall Iran tatsächlich an den UN-Sicherheitsrat übergeben werden,
drohen neue weltpolitische Konflikte. Denn die neue taktische Allianz
Moskau-Peking würde eine Verurteilung des Iran zu verhindern suchen.

Der Streit um das vermeintliche Atomwaffenprogramm dauert nun ein
Jahrzehnt und droht zu eskalieren. Rußland steht auf dem Standpunkt,
daß der Iran das Recht auf ein eigenes friedliches Nuklearprogramm
habe.
Anläßlich eines Treffens mit ausländischen
Experten versicherte kürzlich der russische Verteidigungsminister
Sergej Iwanow, daß Rußland zwar die Position der EU teile und sich über
die steigende Zahl von iranischen Mittelstreckenraketen sorge.

Doch
Wladimir Putin erklärte kürzlich, er sei davon überzeugt, daß der Iran
keine Absicht habe, Atomwaffen herzustellen, weil ihm dafür die
technischen Voraussetzungen fehlten.
Teheran habe
sich nämlich verpflichtet, alle verbrauchten Brennstäbe aus seinen
Atomanlagen zur Wiederverarbeitung an Rußland zurückzugeben. Washington
bezweifelt die Verläßlichkeit dieses Deals.
Die
russisch-iranischen Beziehungen sind strategischer Natur und gehen über
eine russische Unterstützung der Atomindustrie des Iran weit hinaus.
Teheran ist Moskaus letzter verbliebener Verbündeter in der
Energieregion am Kaspischen Meer.
Rußland und der Iran
haben dort ein gemeinsames Interesse, daß die noch in der Zeit der
Sowjetunion errichteten Ölpipelines, Kommunikationsstränge und
Transportkorridore entlang der Nord-Süd-Achse bestehen bleiben und
nicht durch alternative West-Ost-Verbindungen, wie es westliche Staaten
anstreben, diversifiziert werden.
Des weiteren sieht Moskau in Teheran einen verläßlichen Verbündeten im Kampf gegen den islamischen Terrorismus. In
der Tat hat der Iran islamische Terroristen auf postsowjetischem
Territorium niemals unterstützt. Im Bürgerkrieg in Tadschikistan trat
er an der Seite Rußlands sogar einmal als nützlicher Vermittler auf. Im
Tschetschenien-Konflikt hat der Iran auf jegliche Unterstützung der
Separatisten verzichtet, um einen weiteren Zerfall des Kaukasus, der
nicht im Interesse Teherans liegt, zu verhindern.
Vor
einigen Wochen hat sich der Iran von Moskau und Peking in die
Shanghai-Organisation für Zusammenarbeit einbinden lassen. Dieses
relativ neue Bündnis soll den gemeinsamen Kampf gegen den islamischen
Extremismus in Zentralasien forcieren und den amerikanischen Einfluß in
der Region eindämmen. Je stärker die USA den Druck auf den Iran erhöhen
werden, um so mehr wird Teheran um Hilfe bei der Shanghai-Organisation
nachfragen.

Nicht immer lagen amerikanische und russische Ansichten zum iranischen Atomprogramm so weit auseinander wie heute. Anfang der neunziger Jahre sickerten in der russischen Presse Gerüchte über den Schmuggel mit atomwaffenproduktionsfähigen Materialien von Kasachstan in den Iran durch. Die damalige russische Reformregierung unter Boris Jelzin wollte jeglichen Streit mit den USA vermeiden und kooperierte in allen sensiblen Bereichen mit dem Westen. 1995 äußerte Moskau sogar schriftlich seine Bereitschaft, die Rüstungskooperation mit dem Iran einzustellen.
Präsident Putin setzte die Abkommen seines Vorgängers außer Kraft. Der
russische Rüstungssektor wurde für ihn zu einer wichtigen staatlichen
Einnahmequelle. Der Iran wurde neben China und Indien zum bedeutendsten
Abnehmer russischer Militärtechnik.
Washington glaubt, Rußland verkenne in einer fahrlässigen Art und Weise die Gefahrenlage im Iran. Ein Atomwaffenstaat Iran wäre für Rußland eine ernsthafte Bedrohung. Rußland
setzt indessen in seiner Außenpolitik andere Prioritäten. Mehr denn je
will es verhindern, daß die USA durch eine militärische Entwaffnung des
Iran ihre Supermachtrolle stärken und damit die unipolare Weltordnung
weiter ausbauen
. Was können die USA tun, um Rußland in Sachen Iran auf ihre Seite zu ziehen? Schon
der Konflikt im Vorfeld des Irak-Kriegs hat gezeigt, daß die Zeiten der
strategischen Partnerschaft zwischen Washington und Moskau vorbei sind.
Dabei
hätten die USA durchaus das Wohlwollen Rußlands durch eine Beteiligung
russischer Ölfirmen am Wiederaufbau des Irak gewinnen können.
Der Iran-Konflikt könnte auch Rußland und die EU in einer wichtigen weltpolitischen Angelegenheit entzweien, falls die Europäer
das Scheitern ihrer Vermittlungsbemühungen mit dem Iran hinsichtlich
des Einfrierens des iranischen Programms zur Anreicherung von Uran
eingestehen und, wie die USA, die Überweisung des Falles an den UN-Sicherheitsrat erwägen sollten. Konservative
US-Politiker plädieren für eine Bestrafung Rußlands für seine Haltung
im Iran-Konflikt und fordern die Aussetzung der russischen
Mitgliedschaft in den G 8
. Dort hat Rußland gerade für ein
Jahr den Vorsitz übernommen und soll die globale Agenda der wichtigsten
Industrienationen ausgestalten.
Der Autor ist Rußland-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.
Artikel erschienen am Don, 22. September 2005 © WELT.de 1995 – 2005

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