Questioni di confine

<101255019"> Germania – politica estera – Polonia

<101255020"> German Foreign Policy 05-04-11

<101255021"> Questioni di confine

La Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland – Dpgbd (Società tedesco-polacca della repubblica federale di Germania) chiede, in un appello per l’8 maggio 2005, che il Bundestag tedesco riconosca «senza condizioni e in modo giuridicamente vincolante» i confini tra Germania e Polonia.

Diverse “Società tedesco-polacche” sono state create negli anni 1970 attorno alla Spd , al fine di fornire una base popolare alla “Nuova Ostpolitik”; la Dpgbd , è la più vecchia ed è stata fondata nel 1950; essa persegue una politica di principi, e da sempre cerca di ottenere il riconoscimento dei confini occidentale polacchi.

Il presidente della Dpgbd ha dichiarato che, nel Trattato di definizione dei confini del 14 novembre 1990 la Repubblica federale tedesca si è dimostrata disposta solo a rinunciare al ricorso alla forza verso lo Stato confinante. La Polonia avrebbe avuto la irripetibile possibilità storica di imporre assieme alle potenze vincitrici della coalizione anti-Hitler il riconoscimento senza riserve i suoi confini.

Al posto del riconoscimento giuridico dei confini occidentali polacchi, è stato sottoscritto il trattato tedesco-polacco di definizione dei confini, che è un semplice trattato di non aggressione, già in vigore con il Trattato di Varsavia del 7 dicembre 1970.

La causa dell’imbroglio sarebbe la dottrina-Germania della sussistenza del Reich tedesco anche dopo l’8 maggio 1945, dottrina ripresa in diverse enunciati.

Si afferma: «Il Reich tedesco continua ad esistere, ha come in precedenza capacità giuridica, ma come Stato nel suo insieme non è in grado di operare per mancanza di organizzazione, e soprattutto per mancanza di organi istituzionali » si dice ad esempio nella sentenza della Corte costituzionale federale per il „Trattato sui principi fondamentali del 31 luglio 1973“. «Tale principio, scrive la suprema corte tedesca, è ancorato nella Costituzione tedesca».

In base ad esso alla Repubblica federale «è fatto divieto di intraprendere qualsiasi azione, che anticipi il supposto sopravvissuto Reich tedesco, nel caso che esso un giorno possa ri-ottenere la sua libertà di azione». Questa è la riserva di revisione che incombe su tutte le trattative in politica estera.

mso-ansi-language: IT; mso-fareast-language: IT; mso-bidi-language: AR-SA”>Tale dottrina-Germania sarebbe solo una astratta posizione di diritto, i cui concreti effetti non è facile riconoscere, dice Koch, ma non bisogna prenderla alla leggera. <101255022"> German Foreign Policy 05-04-11

<101255023"> Grenzfragen

BERLIN (Eigener Bericht) – Der Deutsche Bundestag soll die Grenze zwischen Deutschland und Polen ,,vorbehaltlos und völkerrechtlich verbindlich” anerkennen. Dies fordert die ,,Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland” in einem Appell zum 8. Mai 2005. Wie der Präsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Christoph Koch, im Interview mit german-foreign-policy.com bestätigt, hat die Bundesrepublik sich im deutsch-polnischen Grenzbestätigungsvertrag vom 14. November 1990 lediglich zum Gewaltverzicht gegenüber dem Nachbarstaat bereit gefunden. Polen habe damals ,,die unwiederbringliche historische Chance” gehabt, die vorbehaltlose Anerkennung seiner Grenzen gemeinsam mit den Siegermächten der Anti-Hitler-Koalition durchzusetzen, erklärt Koch. Bonn habe Unstimmigkeiten zwischen Warszawa und den Alliierten ,,kaltblütig ausgenutzt”.

Zu beweglich

Wie es im Appell der Deutsch-Polnischen Gesellschaft heißt, hat es die Bundesrepublik im Jahr 1990 ,,in einem diplomatischen Bravourstück verstanden, (…) sich (…) der von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs intendierten abschließenden Regelung des Verhältnisses zwischen dem wiedervereinten Deutschland und Polen zu entziehen”.1) An die Stelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der polnischen Westgrenze sei mit dem deutsch-polnischen Grenzbestätigungsvertrag ein bloßer Gewaltverzichtsvertrag getreten, wie er mit dem Warschauer Vertrag vom 7. Dezember 1970 ohnehin schon existiert habe. Polen habe sich damals ,,so beweglich gezeigt”, dass die Alliierten ,,einfach die Achseln gezuckt” hätten, erklärt Koch gegenüber dieser Redaktion. Der im Vertrag festgehaltene Terminus ,,unverletzlich” (inviolabile) sei ,,vielleicht ein irrtümlich gebrauchtes Wort”2), hatte der damalige französische Außenminister Roland Dumas den subtil ausgefeilten Vertragstext kritisiert, der den juristisch notwendigen Ausdruck ,,unantastbar” gezielt umgeht.3)

Das Deutsche Reich

,,Grundlage des Betrugs”, heißt es im Appell weiter, ,,ist die vom Bundesverfassungsgericht in mehrfachen Ansätzen bekräftigte und ausformulierte Deutschlanddoktrin vom Fortbestand des Deutschen Reiches über den 8. Mai 1945 hinaus” .

«Il Reich tedesco continua ad esistere, ha come in precedenza capacità giuridica, ma come Stato nel suo insieme non è in grado di operare per mancanza di organizzazione, e soprattutto per mancanza di organi istituzionali » si dice ad esempio nella sentenza della Corte costituzionale federale per il „Trattato sui principi fondamentali del 31 luglio 1973“. «Tale principio, scrive la suprema corte tedesca, è ancorato nella Costituzione tedesca». In base ad esso alla Repubblica federale «è fatto divieto di intraprendere qualsiasi azione, che anticipi il supposto sopravvissuto Reich tedesco, nel caso che esso un giorno possa ri-ottenere la sua libertà di azione». Questa è la riserva di revisione che incombe sipra tutte le trattative in politica estera.

,,Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig”, heißt es etwa im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ,,Grundlagenvertrag” vom 31. Juli 1973. Diese Lehre (principio) ist, so schreibt das höchste deutsche Gericht, im deutschen Grundgesetz verankert. Ihr zufolge ist es der Bundesrepublik ,,verboten, irgendeine Handlung vorzunehmen, die dem angeblich überdauert habenden Deutschen Reich vorgreift (anticipa), falls dasselbe denn eines Tages seine Handlungsfreiheit wieder erlangen sollte“, erklärt Koch im Interview mit german-foreign-policy.com: ,,Das ist der Revisionsvorbehalt, der über allen außenpolitischen Handlungen der Bundesrepublik liegt.”

Jetzt oder später

Bei der ,,Deutschland-Doktrin” handele es sich um eine ,,abstrakte Rechtsposition”, deren konkrete Auswirkungen nicht einfach zu erkennen seien , sagt Koch, warnt jedoch davor, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. ,,Es ist ein Unterschied, ob man (…) politisch von einem Rechtstitel keinen Gebrauch macht (…) oder ob man auf ihn im Rechtssinn verzichtet”, heißt es im ,,Grundlagenvertrags”-Urteil des Bundesverfassungsgerichts: ,,Das Grundgesetz verlangt (…), daß (…) kein in ihm begründeter Rechtstitel preisgegeben wird, der jetzt oder später ein Argument zur Förderung des Bestrebens nach Wiedervereinigung bieten kann.” Schon jetzt habe es ,,weitreichende Folgen”, dass Polen nicht die vorbehaltlose Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze durchgesetzt habe, schreibt die Deutsch-Polnische Gesellschaft. Die unzureichende Grenz-Anerkennung finde ihren Ausdruck in der Debatte über die Umsiedlung der Deutschen (,,Vertreibung”)4) und in den inzwischen in Strasbourg anhängigen Entschädigungsklagen deutscher Umgesiedelter.5)

Deutsche Probleme

Während die Mehrzahl der ,,Deutsch-Polnischen Gesellschafte
n” in den 1970er Jahren im Umfeld der SPD gegründet wurde, um der ,,Neuen Ostpolitik” Rückhalt in der Bevölkerung zu verschaffen
, verfolgt die ,,Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland” – die älteste ,,Deutsch-Polnische Gesellschaft” – seit ihrer Gründung im Jahr 1950 eine prinzipieller ausgerichtete Politik. Insbesondere bemühte sie sich von Anfang an um eine vorbehaltlose Anerkennung der polnischen Westgrenze. Die Ursachen für die ,,Verwerfungen des deutsch-polnischen Verhältnisses” lägen ,,in den Schwierigkeiten Deutschlands” begründet, ,,zu ruhiger und fruchtbarer Nachbarschaft zu seinen europäischen und insbesondere zu seinen östlichen Nachbarn zu finden”, heißt es in der Zeitschrift der Gesellschaft. Wer dies thematisiere, provoziere ,,den erbitterten Widerstand all derer (…), die (…) der Vorstellung anhängen, dass Deutschland auch in der Gegenwart seinen eigentlichen Platz noch nicht gefunden hat.”6)

1) Appell der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e.V. an den Deutschen Bundestag zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945; www.polen-news.de/appell.htm

2) Christoph Koch: Unsere Arbeit geht weiter. Leit-Referat auf der Hauptversammlung am 11./12. März 2000 zum 50 jährigen Bestehen der Gesellschaft; www.polen-news.de/puw/puw5507.htm

3) nähere Hinweise zum Vertragstext und seinen Implikationen entnehmen Sie bitte dem Interview mit Christoph Koch

4) s. dazu Dialektik der Versöhnung, Stimmungslage: Revision und Hitler, Stalin, Churchill, Roosevelt

5) s. dazu Fristen (I), ,,Geklautes Land” und Recht auf Revanche

6) Christoph Koch: Unsere Arbeit geht weiter. Leit-Referat auf der Hauptversammlung am 11./12. März 2000 zum 50 jährigen Bestehen der Gesellschaft; www.polen-news.de/puw/puw5507.htm

s. auch Totalrevision, Potsdam und Versailles und Nur die Hälfte der Schuld

veröffentlicht am: 11. Apr 2005

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