Rwe fa un giro d’acquisti in Est Europa

Germania, gruppi, energia, Est Europa, Polonia       Die Welt              05-09-29

Daniel Wetzel

Il mercato dell’energia in Europa centrale è circa la metà di quello tedesco-austriaco, ma cresce a ritmi doppi (Germania + 1,4%; Est Europa + 3%).

Il maggior interesse per il settore energetico va alla Polonia, tasso di crescita + 5,5%.

Finora in Polonia sono state privatizzate solo società regionali: nel Sud Polonia la svedese Vattenfall ha acquisito la società di distribuzione Gze; Rwe si è presa Stoen, il maggior fornitore d’energia di Varsavia.

Rwe mira ad acquisire il 20-25% del mercato polacco, contro il 6% attuale, per porsi tra i primi 3 gruppi del settore in Polonia; vorrebbe entrare anche nella produzione, e punta su Bot, che con 7600 megawatt è il maggior produttore di energia polacco (ha 23 000 addetti e si occupa anche di estrazione carbone).

Rwe spera che il nuovo governo di centro destra faccia ripartire le privatizzazioni; il partito conservatore “Giustizia e uguaglianza”  (Pis) che entra nella coalizione governativa è contrario alle privatizzazioni, ed è in posizione critica verso la Germania.

C’è il rischio che gli investitori tedeschi possano acquisire le società dell’energia solo se indispensabile per il bilancio statale.

 Rwe sembra avvantaggiata rispetto al concorrente E.on, a causa della sua partecipazione alla costruzione del gasdotto dalla Russia. I polacchi hanno sempre guardato con apprensione alle alleanze russo-tedesche, e si sentono esclusi dal contratto E.on-Gazprom.

Il gasdotto procura problemi anche a Rwe, dato che finora gran parte del gas russo veniva trasportato in Europa occidentale tramite le condutture Rwe in Cekia. Non è ancora chiaro quanto l’oleodotto nel Baltico progettato da E.on Basf e Gazprom riduca l’importanza di quello in Cekia.

Rwe spera che il gasdotto “Nabucco”, progettato dal gruppo austriaco Omv e che dovrebbe trasportare gas iraniano dal 2011, venga collegato direttamente al suo in Cekia. Il presidente Rwe Bonekamp ritiene che la Cekia abbia un’importanza logistica centrale per il transito di altre condutture verso l’Europa occidentale.Die Welt 05-09-29
RWE geht auf Einkaufstour in Osteuropa
Energiekonzern hofft nach Wahlen in Polen auf neue Privatisierungen – Ostsee-Pipeline bereitet Kopfzerbrechen
von Daniel Wetzel
Prag/Warschau/Budapest – Der Essener Energiekonzern RWE AG will sein Geschäft mit Strom, Gas und Wasser in Osteuropa ausbauen: "Unser Ziel ist es, mittelfristig substantielle Marktanteile in Zentralosteuropa zu erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Vertriebssparte RWE Energy AG, Berthold Bonekamp, in Prag.
Die RWE hat bislang für Beteiligungen in Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn rund sechs Mrd. Euro ausgegeben. Die mit 4,1 Mrd. Euro größte Summe zahlte die RWE für die tschechische Transgas. Insgesamt erwirtschaftet der RWE-Konzern in ganz Zentralosteuropa rund zehn Prozent seines Ergebnisses. Der Anteil soll deutlich steigen, kündigte Bonekamp an: "Uns reizen die dynamischen Wachstumsperspektiven."
Wie Bonekamp ausführte, ist der Energiemarkt Zentralosteuropa nur halb so groß wie der von Deutschland und Österreich zusammen. Doch weist er doppelt so hohe Wachstumsraten auf. Während der Strommarkt in Deutschland nur etwa um 1,4 Prozent pro Jahr wächst, beträgt die Rate in Osteuropa rund drei Prozent.
Das Hauptaugenmerk bei der geplanten Expansion im Strombereich liegt auf Polen. Bonekamp sprach von einer "herausragenden Dynamik" mit Wachstumsraten von 5,5 Prozent pro Jahr. Bislang wurden hier nur zwei Regionalgesellschaften privatisiert: Während das Verteilunternehmen GZE in Südpolen von der schwedischen Vattenfall übernommen wurde, gelang RWE der Zukauf des Hauptstadtversorgers Stoen in Warschau. Ziel sei es, den so erreichten Anteil von sechs Prozent am polnischen Strommarkt bald auf 20 bis 25 Prozent zu vervielfachen, sagte Bonekamp: "Wir wollen eine Position unter den ersten drei im polnischen Markt."
Dazu gehört es, neben der Stromverteilung auch ein Standbein in der Erzeugung aufzubauen. "Wir suchen geeignete Investments im Kraftwerksbereich", bestätigte Jan Zilius, der Vorstandsvorsitzende der RWE Power AG in Warschau. Im Mittelpunkt des Interesses stehe der Braunkohle-Förderer und Verstromer BOT, der mit 23 000 Mitarbeitern und einer Kraftwerksleistung von 7600 Megawatt das führende Erzeugungsunternehmen in Polen ist.
Die Hoffnung der RWE, daß es in Polen nach der Abwahl des Linksbündnisses am vergangenen Sonntag nun zu einer neuen Privatisierungsrunde kommen wird, erhielt allerdings einen Dämpfer: Denn die Bürgerplattform "PO", die für die Privatisierung von Staatsbetrieben eintrat, muß die sozial-konservative Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) an der Regierung beteiligen. Die von den Brüdern Kaczynski geführte PiS steht Privatisierungen ablehnend gegenüber und hält in der Außenpolitik zu Deutschland eine kritische Distanz. Damit besteht die Gefahr, daß es nur dann zum Verkauf von staatlichen Energie-Unternehmen an deutsche Investoren kommt, wenn es die Haushaltslage unumgänglich macht.
Vor dem Düsseldorfer Konkurrenten E.on AG, der ebenfalls in Osteuropa expandieren will, dürfte die RWE allerdings im Vorteil sein: Denn E.on will sich am Bau einer Ostsee-Pipeline von Rußland nach Deutschland beteiligen und hat mit dieser Entscheidung in Polen viel Kritik ausgelöst: Die Polen, die aus historischen Gründen deutsch-russische Partnerschaften mit großem Argwohn betrachten, fühlen sich vom Pipeline-Geschäft zwischen E.on und Gazprom ausgeschlossen und übervorteilt.
Doch die Ostsee-Pipeline bereitet der RWE anderswo auch Kopfzerbrechen: Denn bislang lief der größte Teil des russischen Erdgases über die tschechischen RWE-Leitungen nach Westeuropa. Es ist noch unklar, ob und wie stark die für 2010 geplante Ostsee-Pipeline von E.on, BASF und Gazprom die Bedeutung der tschechischen Pipeline nun relativiert. Die RWE hofft, daß die vom österreichischen OMV-Konzern geplante "Nab
ucco-Pipeline", die ab 2011 Erdgas vom Iran heranbringen soll, direkt an die tschechische RWE-Pipeline angebunden werden kann. RWE-Vorstand Bonekamp ist überzeugt, daß "Tschechien von zentraler logistischer Bedeutung als Transitland für die Weiterleitung nach Westeuropa ist."
Artikel erschienen am Do, 29. September 2005  © WELT.de 1995 – 2005

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