Truppe nel “Sud-Ovest tedesco”

<108527588"> Germania, Armamenti, Africa German Foreign Policy 05-06-28

Truppe nel “Sud-Ovest tedesco”

<108527589"> Il governo tedesco esporta armamenti per diversi milioni di euro nella ex colonia tedesca Namibia e proroga un trattato di cooperazione militare con Windhoek fino al 2008.

Negli anni scorsi la Namibia ha realizzato missioni belliche in Angola e nella Rep. Dem. del Congo, e intende partecipare maggiormente agli interventi militari all’interno del continente africano, secondo i desiderata di Berlino.

Dal 1993 soldati tedeschi sono stanziati a Windhoek e reclutano per la Bundeswehr. Le iniziative dei militari tedeschi fanno parte delle concomitanti misure delle ex potenze coloniali che vogliono disporre in Africa di unità militari di appoggio.

Gli aiuti militari promessi di €2,5md. si contrappongono alle misere offerte (€20mn.) di compensazione con cui Berlino vuole mettere a tacere i discendenti degli Herero e dei Nama massacrati nel 1904 dalle truppe coloniali del Kaiser; le associazioni delle vittime della Namibia respingono questi pagamenti, vuole che il parlamento tedesco chieda formalmente scusa per il massacro.

Il ministro tedesco per lo sviluppo ha cercato di far ritirare le richieste delle associazioni delle vittime ricorrendo a una formula di perdono cristiana (nel segno del Padre nostro), e ha promesso di versare dal proprio bilancio in un “fondo di riconciliazione €20mn. nel periodo 2006-2015. Il vescovo namibiano, Zephania Kameeta, ha ricevuto un riconoscimento della chiesa evangelica della Renania

La cooperazione tedesca con le Forze di Difesa della Namibia – Ndf è in atto dal 1993 e comprende ingenti forniture di armamenti e l’addestramento di militari.

Dal 1993 è presente a Windhoek un “gruppo di consiglieri” della Bundeswehr. I discendenti dei coloni tedeschi mantengono stretti collegamenti con la madrepatria, frequentano le università tedesche o lavorano come incaricati regionali di grandi imprese tedesche.

Finora sono stati addestrati in Germania 80 militari namibiani, per specializzarli per le missioni nei paesi confinanti.

L’organizzazione dell’esercito della Namibia per renderlo in grado di intervenire su tutto il continente corrisponde ai progetti tedeschi secondo cui truppe africane devono combattere contro africani, mentre alla Bundeswehr rimane il coordinamento e la direzione.

Il ministro della Difesa della Namibia, Namoloh, informa che dal 1990 l’esercito namibiano è in “fase di trasformazione”: solo grazie alla ristrutturazione e addestramento esso ha potuto intervenire nel 1998-2002 nella rep. Dem. del Congo e annientare un attentato dei separatisti nella regione del Nord Nambia Caprivi. Il ministro non menziona la missione compiuta direttamente dal suo esercito in Angola e le torture inflitte ai separatisti di Caprivi.

Namoloh chiede ora la partecipazione della Namibia a una truppa di intervento della Southern African Development Community – Sadc, e l’invio di osservatori militari namibiani nell’area di crisi Etiopia-Eritrea, e in Sudan; dovrebbero inoltre rimanere in Liberia i circa 850 militari delle Ndf , facenti parte di una missione Onu. German Foreign Policy 05-06-28

Truppen in “Deutsch-Südwest”

WINDHOEK/BONN (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung exportiert Armeeausrüstung im Wert von mehreren Millionen Euro nach Namibia und verlängert einen Militär-Kooperationsvertrag mit Windhoek bis zum Jahr 2008. Die ehemalige deutsche Kolonie hat in den vergangenen Jahren Kriegseinsätze in Angola und in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführt und will sich stärker an innerafrikanischen Militärinterventionen beteiligen, wie sie von Berlin befürwortet werden. Deutsche Soldaten sind seit 1993 in Windhoek stationiert und werben für die Bundeswehr. Die Bemühungen der deutschen Militärs sind Teil konkurrierender Maßnahmen der ehemaligen Kolonialmächte, die in Afrika über soldatische Hilfsverbände verfügen wollen. Der millionenschweren deutschen Militärhilfe stehen armselige Entschädigungsangebote gegenüber, mit denen Berlin die Nachkommen der kaiserlichen Herero-Massaker stillstellen will. Die rechtsunverbindlichen Zahlungen (“Versöhnungs-Fonds”) stoßen bei namibischen Opferverbänden auf Ablehnung.

Wie die namibische Presse berichtet, hat die Bundesregierung der Armee des Landes in der vergangenen Woche “Ausstattungshilfe” im Wert von rund 2,5 Millionen Euro zugesagt und zugleich einen Militär-Kooperationsvertrag bis zum Jahr 2008 verlängert. Die Zusammenarbeit mit den Namibian Defense Forces (NDF) besteht seit 1993 und umfasst bislang umfangreiche Lieferungen von Ausrüstung sowie die Ausbildung von Militärpersonal. Ebenfalls seit 1993 ist eine “Beratergruppe” der Bundeswehr in Windhoek stationiert, deren Leiter an den deutschsprachigen Schulen des Landes “über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr” informiert hat.1) Die Nachkommen deutscher Siedler pflegen intensive Beziehungen zum Heimatland ihrer Vorfahren, absolvieren Hochschulstudien in der Bundesrepublik oder arbeiten als Landesbeauftragte großer deutscher Unternehmen. Auch das namibische Militär ist den einstigen Kolonialherren freundschaftlich verbunden. Bislang ca. 80 namibische Soldaten wurden in Deutschland ausgebildet, u.a. an der Bundeswehr-Führungsakademie in Hamburg. Das Training, das die deutsche “Ausbildlungshilfe” in Afrika abrundet, hilft dem namibischen Militär, seine Einsätze in den Nachbarstaaten zu professionalisieren.

“Robust zermalmen”

Die grenzüberschreitenden Interventionen dienen westlichen Einflussversuchen und setzen den Umbau der namibischen Truppen zu kontinental operierenden Eingreifkräften voraus – unter Beteiligung der Bundeswehr. Wie der namibische Verteidigungsminister Charles Namoloh bestätigt, befinden sich die NDF seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1990 in einer “Phase der Transformation”. Nur aufgrund von Umstrukturierungs- und Ausbildungsmaßnahmen sei es der namibischen Armee ermöglicht worden, von 1998 bis 2002 in der Demokratischen Republik Kongo zu intervenieren und einen Anschlag von Separatisten im nordnamibischen Caprivi “robust zu zermalmen”, erklärte Namoloh in der vergangenen Woche im namibischen Parlament.2) “Den direkten NDF-Einsatz innerhalb Angolas sowie die Folterung verhafteter Caprivi-Separatisten durch die NDF” habe er “unerwähnt” gelassen, heißt es in der namibischen Presse.3)

Steuern

Inzwischen fordert Namoloh die Beteiligung Namibias an einer Interventionstruppe der Southern African Development Community (SADC) und die Entsendung von namibischen Militärbeobachtern in das äthiopisch-eritreische Krisengebiet sowie in den Sudan. Auch müssten die rund 850 im Rahmen einer UN-Mission in Liberia stationierten NDF-Militärs dort verbleiben, verlangt der namibische Verteidigungsminister. Mit der Ausrichtung der Armee des Landes auf afrikaweite Einsatzfähigkeit entspricht Namoloh Berliner Vorstellungen, nach denen afrikanische Truppen gegen Afrikaner kämpfen sollen und der Bundeswehr koordinierende und steuernde Tätigkeiten vorbehalten bleiben.4)

Spaltungsversuche

Während Berlin seinen Militäreinfluss in Windhoek erfolgreich stabilisiert, halten Nachkommen von Opfern deutscher Kolonialmassaker ihre Entschädigungsforderungen gegenüber Deutschland aufrecht. Kaiserliche Kolonialtruppen hatten im Jahr 1904
an den Herero und Nama Völkermorde verübt, die bis heute ungesühnt sind. Die deutsche Entwicklungsministerin hat im vergangenen Sommer eine christliche Vergebungsformel bemüht, um die Opferverbände zum Rückzug von ihren Forderungen zu bewegen
(“im Sinne des gemeinsamen ‘Vater-unser'”).5) Der namibische Bischof Zephania Kameeta, der ihr dabei Hilfestellung leistete, erhielt Ende Mai eine Auszeichnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (“Peter-Beier-Preis”). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat darüber hinaus zugesagt, aus seinem Etat in den Jahren 2006 bis 2015 rund 20 Millionen Euro in einen “Versöhnungsfonds” einzuzahlen; mögliche Entschädigungsklagen, die weit höhere Summen erforderlich machen könnten, sollen damit vermieden werden.

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